Begriff und Bedeutung der Zulässigkeit im Recht
Der Begriff Zulässigkeit bezeichnet im rechtlichen Zusammenhang die Voraussetzung, dass ein bestimmtes Handeln, Verfahren oder eine Maßnahme nach den geltenden Gesetzen und Vorschriften erlaubt ist. Die Zulässigkeit ist damit eine grundlegende Vorfrage, die geklärt werden muss, bevor inhaltliche Entscheidungen getroffen werden können. Sie betrifft sowohl gerichtliche als auch außergerichtliche Vorgänge.
Unterschied zwischen Zulässigkeit und Begründetheit
Im rechtlichen Verfahren wird häufig zwischen der Zulässigkeit und der Begründetheit unterschieden. Während sich die Begründetheit mit dem Inhalt einer Sache beschäftigt – also ob ein Anspruch tatsächlich besteht oder nicht -, prüft die Zulässigkeit zunächst nur, ob das Anliegen überhaupt geprüft werden darf. Ist ein Antrag oder eine Klage unzulässig, wird sie abgewiesen, ohne dass auf den eigentlichen Inhalt eingegangen wird.
Anwendungsbereiche der Zulässigkeitsprüfung
Zivilrechtliche Verfahren
In zivilrechtlichen Streitigkeiten spielt die Prüfung der Zulässigkeit beispielsweise bei Klagen vor Gericht eine wichtige Rolle. Hierbei wird unter anderem geprüft, ob das Gericht zuständig ist und ob alle formalen Voraussetzungen eingehalten wurden.
Verwaltungsverfahren und Verwaltungsgerichte
Auch im Verwaltungsrecht ist die Frage nach der Zulässigkeit zentral. Hier geht es etwa darum, ob ein Widerspruch gegen einen Bescheid zulässig erhoben wurde oder ob bestimmte Fristen eingehalten wurden.
Straftaten und Strafverfahren
Im Strafprozess muss ebenfalls zunächst festgestellt werden, ob das Verfahren zulässig geführt werden kann – zum Beispiel durch Prüfung von Zuständigkeiten sowie Verfahrensvoraussetzungen wie Anklageschrift oder Eröffnungsbeschluss.
Kriterien für die Feststellung von Zulässigkeit
Zuständigkeiten prüfen
Ein zentrales Kriterium für die Feststellung von Zulässigkeit ist oft die Frage nach der sachlichen und örtlichen Zuständigkeit des Gerichts oder einer Behörde. Nur wenn diese gegeben sind, kann über den Fall entschieden werden.
Einhaltung formaler Anforderungen
Zu den formalen Anforderungen zählen beispielsweise bestimmte Fristen zur Einreichung eines Antrags sowie notwendige Angaben in Schriftsätzen oder Formularen. Werden diese Vorgaben nicht erfüllt, gilt das Anliegen als unzulässig.
Beteiligtenfähigkeit
Es muss zudem geprüft werden, wer berechtigt ist einen Antrag zu stellen beziehungsweise an einem Verfahren teilzunehmen (Beteiligtenfähigkeit). Fehlt diese Berechtigung bei einer Person oder Institution gilt deren Vorgehen als unzulässig.
Themenbezogene Besonderheiten
Je nach Rechtsgebiet können weitere spezielle Voraussetzungen hinzukommen: Beispielsweise müssen im Sozialrecht besondere Mitwirkungspflichten beachtet sein; im Arbeitsrecht gelten eigene Regelungen zur Schlichtung vor Klageerhebung; im Familienrecht gibt es spezifische Vorschriften zu Sorgerechts- bzw Umgangsverfahren usw.
< h2 > Folgen fehlender Zulässigkeit< / h2 >
< p >
Wird festgestellt , dass ein Antrag , eine Klage , Beschwerde o . Ä . unzulässig ist , erfolgt keine inhaltliche Prüfung mehr . Das bedeutet : Das Gericht bzw . Die Behörde lehnt das Anliegen ab , ohne sich mit dem eigentlichen Sachverhalt auseinanderzusetzen .
< / p >
< h2 > Häufig gestellte Fragen zum Thema „Zulässigkeit“ < / h2 >
< h3 > Was versteht man unter „Zulässigkeitsprüfung“?< / h3 >
< p >
Die „Zulassigkeitsprüfung“ bezeichnet den Schritt innerhalb eines Verfahrens , bei dem überprüft wird , ob alle gesetzlichen Voraussetzungen für dessen Durchführung erfüllt sind .
< / p >
< h3 > Welche Rolle spielt die Zuständigkeit bei der Frage nach der Zulassgkeit ? < / h3 >
< p >
Die sachliche sowie örtliche Zuständgkeit entscheidet darüber , welches Gericht bzw welche Behörde überhaupt befugt ist sich mit einem bestimmten Fall zu beschäftigen ; fehlt sie gilt das Anliegen als unzulassig .
< / p >
< h3 > Was passiert wenn etwas als unzulassig bewertet wird ? < / h3 >
< p >
Wird festgestellt dass ein Antrag o ä nicht zulassig gestellt wurde erfolgt keine weitere Sachprufung ; stattdessen kommt es zur Ablehnung aus rein formellen Gründen .
<
/
p
>
<
h
3
> Gibt es Unterschiede zwischen verschiedenen Rechtsgebieten hinsichtlich d er Z ul ass ig keit ?
<
/ h ³ >< p > Ja ,
je nachdem um welches Rechtsgebiet es sich handelt ,
können unterschiedliche Kriterien maßgeblich sein ;
so gelten etwa andere Regeln für Zivilprozesse als für Verwaltungs -oder Strafverfahren .
<
/ p >
<
H
³
Wie hängen Formvorschriften mit d er Z ul ass ig keit zusammen ?
<
/ H ß >< P > Formvorschriften legen fest ,
wie Anträge einzureichen sind ;
werden sie missachtet ,
kann dies dazu führen,
dass das gesamte Vorgehen als unzulässig angesehen wird .
<
/ P >
< H³>Muss immer zuerst über di e Z ul ass ig keit entschieden werd en ? < / H³>
Nicht immer, I n v iel en Fäl len is t e ine A nfe cht ung mö gl ich;
aber meist prüft ei n Ge richt od er ei ne B eh ör de zunäc hs t di e Zu lä ss ig ke it b ev or s ich m it de m I nh al t b ef as st.< /
P
>
da s V or geh en u nd d ie Vo raus set zun gen si nd a ber vo m je we il igen Ve rfa hre ns ty pus a bh än gig.< /
P
>