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Schmerzensgeld

Begriff und Bedeutung von Schmerzensgeld

Schmerzensgeld ist eine finanzielle Entschädigung, die einer Person zugesprochen werden kann, wenn sie durch das Verhalten eines anderen körperlich oder seelisch verletzt wurde. Es handelt sich dabei um einen Ausgleich für immaterielle Schäden, also solche Beeinträchtigungen, die nicht direkt in Geld messbar sind. Ziel des Schmerzensgeldes ist es, dem Geschädigten Genugtuung zu verschaffen und die erlittenen Schmerzen sowie Leiden zumindest teilweise auszugleichen.

Voraussetzungen für einen Anspruch auf Schmerzensgeld

Ein Anspruch auf Schmerzensgeld entsteht grundsätzlich dann, wenn jemand durch das Verschulden eines anderen eine Verletzung an Körper oder Gesundheit erleidet. Auch psychische Beeinträchtigungen können berücksichtigt werden. Voraussetzung ist in der Regel ein rechtswidriges und schuldhaftes Verhalten des Verursachers sowie ein nachweisbarer Schaden beim Betroffenen.

Körperliche und seelische Schäden

Schmerzensgeld wird nicht nur bei sichtbaren körperlichen Verletzungen wie Knochenbrüchen oder Schnittwunden gewährt. Auch unsichtbare Folgen wie chronische Schmerzen oder psychische Belastungen nach einem Unfall können zu einem Anspruch führen.

Verschulden des Verursachers

In den meisten Fällen muss derjenige, der den Schaden verursacht hat, zumindest fahrlässig gehandelt haben. In besonderen Situationen kann auch ohne Verschulden ein Anspruch bestehen – etwa bei bestimmten Gefährdungslagen.

Berechnung und Höhe des Schmerzensgeldes

Die Höhe des Schmerzensgeldes richtet sich nach verschiedenen Faktoren: Art und Ausmaß der Verletzung spielen ebenso eine Rolle wie Dauer und Intensität der Schmerzen sowie mögliche Folgeschäden. Auch das Alter des Geschädigten oder besondere Umstände im Einzelfall können Einfluss nehmen.

Es gibt keine festen Beträge; vielmehr orientieren sich Gerichte an vergleichbaren Fällen aus der Vergangenheit (sogenannte „Schmerzengeldtabellen“). Die individuelle Situation steht jedoch immer im Vordergrund.

Dauerhafte Beeinträchtigungen als Bemessungsgrundlage

Bleiben dauerhafte Einschränkungen zurück – etwa Behinderungen oder erhebliche Narben -, fällt das zugesprochene Schmerzensgeld in aller Regel höher aus als bei vorübergehenden Beschwerden.

Zweck von Schmerzensgeldzahlungen

Das Ziel einer Zahlung von Schmerzensgeld besteht darin, dem Betroffenen einen angemessenen Ausgleich für seine erlittenen immateriellen Schäden zu bieten. Darüber hinaus soll sie auch eine gewisse Genugtuungsfunktion erfüllen: Der Verantwortliche wird zur Verantwortung gezogen; zugleich erhält das Opfer Anerkennung seines Leids durch die Gesellschaft.

Durchsetzung von Ansprüchen auf Schmerzensgeld

Wer glaubt, einen Anspruch auf Schmerzensgeld zu haben, muss diesen gegenüber dem Verantwortlichen geltend machen – häufig zunächst außergerichtlich zum Beispiel gegenüber einer Versicherungsgesellschaft.
Kommt es zu keiner Einigung über Grund oder Höhe des Betrags kann letztlich ein Gericht angerufen werden.
Für die erfolgreiche Durchsetzung sind Nachweise über Ursache und Umfang der Verletzungen erforderlich; hierzu zählen ärztliche Atteste ebenso wie Zeugenaussagen.

Bedeutung von Gutachten

Oftmals spielen medizinische Gutachten eine entscheidende Rolle bei der Feststellung sowohl des Schadensumfangs als auch möglicher Langzeitfolgen.

Mögliche Mitverantwortung (Mitverschulden)

Hat das verletzte Opfer selbst zur Entstehung seines Schadens beigetragen (zum Beispiel durch eigenes Fehlverhalten), kann dies dazu führen dass sein Anspruch gemindert wird.

Häufig gestellte Fragen zum Thema „Schmerzensgeld“

Was versteht man unter immateriellen Schäden?

Immaterielle Schäden sind solche Beeinträchtigungen einer Person,
die keinen direkten finanziellen Wert besitzen – beispielsweise Schmerzen,
Leidensdruck oder Einschränkungen im Alltag infolge einer Verletzung.
Für diese Art von Schaden dient das Schmerzendengeld als Ausgleichszahlung.

Muss jeder Unfall automatisch zu einem Anspruch auf
Schmerzengeld führen?

< p >
Nicht jeder Unfall begründet automatisch einen solchen
Zahlungsanspruch . Entscheidend ist , ob tatsächlich jemand anderes
verantwortlich war , ob ein Schaden entstanden ist sowie dessen Art
und Umfang .

< h3 > Wie lange dauert es , bis man Schmerzengeld erhält ?< / h3 >
< p >
Die Dauer hängt vom jeweiligen Fall ab . Kommt es schnell zur Einigung ,
erfolgt oft zeitnah eine Zahlung . Bei Streitigkeiten über Grund ,
Höhe oder Kausalität kann sich dies jedoch deutlich verzögern .

< h3 > Kann man auch für psychische Belastungen Schmerzengeld erhalten ?< / h3 >
< p >
Ja , sofern diese ausreichend belegt werden können . Psychologische Gutachten
helfen dabei , entsprechende Auswirkungen nachvollziehbar darzustellen .

< h3 > Gibt es Höchstgrenzen beim Schmerzengeld ?< / h3 >
< p >
Feste Obergrenzen existieren nicht . Die konkrete Summe richtet sich stets nach den Umständen
jedes einzelnen Falls .

< h3 > Was passiert , wenn mehrere Personen gemeinsam verantwortlich sind ?< / h ³ >
< p > Sind mehrere Beteiligte ursächlich beteiligt gewesen ,
haften sie meist gemeinsam ; wer welchen Anteil trägt ,
entscheidet sich je nach Sachlage .
< / p >

< h³ > Muss ich meine Ansprüche beweisen ?
< / h³ >< < p > Ja ; insbesondere müssen Ursache ,
Verlauf sowie Folgen möglichst genau dokumentiert sein ;
hierzu dienen ärztliche Unterlagen ,
Fotos o d e r Zeugenberichte .

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