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Vertical

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Begriffserklärung: Was bedeutet „Vertical“?

Der Begriff „Vertical“ stammt aus dem Englischen und bedeutet wörtlich übersetzt „vertikal“. Im wirtschaftlichen und rechtlichen Kontext beschreibt „Vertical“ in der Regel eine vertikale Beziehung oder Struktur zwischen Unternehmen, die auf unterschiedlichen Stufen einer Wertschöpfungskette tätig sind. Typischerweise handelt es sich dabei um Beziehungen zwischen Herstellern, Großhändlern und Einzelhändlern. Im Gegensatz dazu stehen horizontale Beziehungen, bei denen Unternehmen auf derselben Marktstufe agieren.

Vertikale Strukturen im Wirtschaftsleben

Vertikale Strukturen finden sich in vielen Branchen wieder. Sie entstehen beispielsweise dann, wenn ein Hersteller seine Produkte über einen Vertriebspartner an den Endkunden verkauft oder wenn ein Großhändler Waren von einem Produzenten bezieht und diese an Einzelhandelsunternehmen weitergibt. Solche vertikalen Geschäftsbeziehungen sind für die Organisation von Lieferketten sowie für den reibungslosen Ablauf des Handels von zentraler Bedeutung.

Unterschied zu horizontalen Beziehungen

Während bei vertikalen Beziehungen verschiedene Wirtschaftsstufen miteinander verbunden werden (z.B. Produktion – Großhandel – Einzelhandel), bestehen horizontale Beziehungen zwischen Unternehmen derselben Stufe (z.B. zwei Hersteller desselben Produkts). Die Unterscheidung ist insbesondere im Wettbewerbsrecht relevant.

Rechtliche Aspekte von Verticals

Kartellrechtliche Einordnung vertikaler Vereinbarungen

Im Kartellrecht werden sogenannte „vertikale Vereinbarungen“ besonders betrachtet. Hierbei handelt es sich um Absprachen oder Verträge zwischen Unternehmen unterschiedlicher Wirtschaftsstufen, etwa zwischen einem Produzenten und einem Händler. Ziel der kartellrechtlichen Regelungen ist es sicherzustellen, dass solche Vereinbarungen nicht zu einer unzulässigen Einschränkung des Wettbewerbs führen.

Zulässige und unzulässige Vertikalvereinbarungen

Nicht jede vertikale Absprache ist automatisch problematisch; viele sind erlaubt oder sogar notwendig für einen funktionierenden Markt. Allerdings gibt es bestimmte Praktiken wie Preisbindungen der zweiten Hand (also Vorgaben des Herstellers an den Händler bezüglich Verkaufspreisen), Gebiets- oder Kundengruppenbeschränkungen sowie Exklusivitätsbindungen, die unter bestimmten Umständen als wettbewerbswidrig eingestuft werden können.

Bedeutung für Verbraucherinnen und Verbraucher sowie Unternehmen

Die rechtliche Kontrolle von Verticals dient dem Schutz eines freien Wettbewerbsmarktes zum Vorteil sowohl der Verbraucherinnen und Verbraucher als auch anderer Marktteilnehmerinnen und -teilnehmern. Durch klare Regeln soll verhindert werden, dass einzelne Akteure durch ihre Stellung innerhalb einer Wertschöpfungskette andere benachteiligen oder Marktzutrittshürden errichten können.

Sonderfälle: Selektiver Vertrieb & Franchise-Systeme als Vertical-Modelle

Ein selektives Vertriebssystem liegt vor, wenn ein Anbieter seine Produkte nur über ausgewählte Händler verkauft, die bestimmte Kriterien erfüllen müssen (z.B. Qualitätsstandards). Auch Franchisesysteme stellen eine besondere Form eines Vertical dar: Hierbei übernimmt ein Franchisenehmender das Geschäftskonzept eines Franchisegebers gegen Entgelt zur eigenständigen Umsetzung am Markt.
Beide Modelle unterliegen besonderen rechtlichen Anforderungen hinsichtlich Transparenz sowie Gleichbehandlung potenzieller Vertragspartnerinnen bzw.-partnern.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Vertical aus rechtlicher Sicht

Was versteht man unter einer vertikalen Vereinbarung?

Eine vertikale Vereinbarung bezeichnet eine Absprache oder einen Vertrag zwischen zwei oder mehr Unternehmen auf unterschiedlichen Ebenen der Produktions- beziehungsweise Vertriebskette.

Sind alle verticalen Absprachen verboten?

Nicht alle verticalen Absprachen sind untersagt; viele gelten als zulässig solange sie den Wettbewerb nicht erheblich beeinträchtigen.

Darf ein Hersteller seinen Händlern Preise vorschreiben?

Einem Hersteller ist es grundsätzlich nicht gestattet verbindliche Weiterverkaufspreise vorzuschreiben; unverbindliche Preisempfehlungen hingegen sind meist erlaubt.

Können Exklusivitätsvereinbarungen Teil eines Verticals sein?

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Exklusivitätsvereinbarungen kommen häufig in verticalen Geschäftsbeziehungen vor; deren Zulässigkeit hängt jedoch davon ab ob sie den Wettbewerb unangemessen beschränken.

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