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Übergangsgeld

Veröffentlicht von MTR Legal Rechtsanwälte, Wirtschaftsrechtliche Kanzlei · Letzte Bearbeitung: 6. Mai 2026

Was ist Übergangsgeld?

Übergangsgeld ist eine finanzielle Leistung, die Personen während einer Phase des Übergangs, wie zum Beispiel zwischen zwei Beschäftigungen oder während einer beruflichen Rehabilitation, erhalten können. Es dient dazu, den Lebensunterhalt der Betroffenen zu sichern, während sie sich in einer Situation befinden, in der sie aus verschiedenen Gründen nicht in der Lage sind, für ihren Unterhalt selbst aufzukommen.

Wer hat Anspruch auf Übergangsgeld?

Anspruch auf Übergangsgeld kann für Menschen bestehen, die aufgrund einer beruflichen Rehabilitation vorübergehend nicht erwerbstätig sein können. Die Leistung wird meist im Rahmen von gesetzlich geregelten Sozialversicherungen erbracht, wenn die allgemeine Voraussetzung für eine Leistung erfüllt ist. Hierzu zählen unter anderem Versicherte, die an einer beruflichen Fördermaßnahme teilnehmen, die durch einen Rehabilitationsträger genehmigt wurde.

Voraussetzungen für den Erhalt von Übergangsgeld

Um Übergangsgeld zu erhalten, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Dazu gehört, dass eine Genehmigung durch den zuständigen Träger vorliegt, der die Maßnahme bewilligt. Außerdem müssen Versicherte konkret an der Maßnahme teilnehmen. Das Berechnen der Leistung erfolgt in der Regel auf Basis eines festgelegten Prozentsatzes des vorherigen monatlichen Einkommens.

Wie wird Übergangsgeld berechnet?

Die Berechnung des Übergangsgeldes orientiert sich an einem festen Prozentsatz des vorherigen Einkommens. Dabei wird meist auf das Bruttoeinkommen der letzten zwölf Monate vor Eintritt der Arbeitsunfähigkeit oder vor Beginn der Maßnahme abgestellt. Es gibt spezielle Regelungen, die bei der Berechnung dieses Prozentsatzes Berücksichtigung finden, insbesondere wenn der Betroffene Kinder hat.

Einkommen und Berechnung

Das Übergangsgeld beträgt in der Regel einen festen Prozentsatz des regelmäßigen Bruttoarbeitsentgelts, das der Betroffene unmittelbar vor dem Beginn der Arbeitsunfähigkeit oder der Maßnahme bezogen hat. Bei versicherungspflichtigen Personen liegt dieser Prozentsatz meist um die 68 Prozent, für Personen mit Kindern kann sich dieser Prozentsatz erhöhen. Auch andere Einnahmen, wie zum Beispiel Krankengeld, sind mitunter anzurechnen.

Wie lange wird Übergangsgeld gezahlt?

Die Dauer, für die Übergangsgeld gezahlt wird, hängt von der spezifischen Maßnahme ab, an der der Leistungsberechtigte teilnimmt. Grundsätzlich wird das Übergangsgeld für die Dauer der Maßnahme gezahlt. Es gibt jedoch auch Obergrenzen, die die maximale Bezugsdauer beschränken, abhängig von der verordneten Maßnahme und den individuellen Umständen.

Begrenzte Bezugsdauer

Übergangsgeld wird nur für die Dauer der Maßnahme gewährt und endet, sobald der Versicherte wieder arbeitsfähig ist oder die Maßnahme abgeschlossen wird. Es ist zu beachten, dass die maximale Bezugsdauer durch die Art der Maßnahme begrenzt sein kann.

Rechte und Pflichten für den Bezieher

Empfänger von Übergangsgeld haben bestimmte Rechte, wie die finanzielle Absicherung während der Teilnahme an einer Rehabilitationsmaßnahme. Gleichzeitig bestehen Pflichten, wie die regelmäßige Teilnahme an allen vereinbarten Maßnahmen und das Mitwirken bei der Wiedereingliederung in das Erwerbsleben. Die Nichteinhaltung dieser Pflichten kann zur Kürzung oder zum Verlust der Leistung führen.

Häufig gestellte Fragen

Hat jeder, der arbeitsunfähig ist, Anspruch auf Übergangsgeld?

Nein, nicht jeder arbeitsunfähige Mensch hat Anspruch auf Übergangsgeld. Dieses wird typischerweise nur dann gewährt, wenn eine berufliche Rehabilitation genehmigt ist und der Betroffene an einer entsprechenden Maßnahme teilnimmt.

Kann Übergangsgeld auch während einer Ausbildung gezahlt werden?

Übergangsgeld wird unter bestimmten Umständen auch während einer Ausbildung oder Umschulung gezahlt, vorausgesetzt, es handelt sich um eine Maßnahme der beruflichen Rehabilitation, die einen Übergangscharakter hat.

Wird das Übergangsgeld versteuert?

Übergangsgeld ist eine Lohnersatzleistung und gilt als steuerfreies Einkommen. Allerdings unterliegt es dem Progressionsvorbehalt, was bedeutet, dass es den Steuersatz für das übrige Einkommen beeinflusst.

Was passiert, wenn eine Maßnahme abgebrochen wird?

Wenn eine Maßnahme abgebrochen wird, endet in der Regel auch die Zahlung des Übergangsgeldes. Es ist wichtig, den Abbruch unverzüglich dem Leistungsträger zu melden, um rechtliche Konsequenzen zu vermeiden.

Gibt es einen Unterschied zwischen Übergangsgeld und Krankengeld?

Ja, es gibt einen Unterschied zwischen Übergangsgeld und Krankengeld. Während Krankengeld bei Erkrankungen gezahlt wird, erhalten Personen Übergangsgeld im Rahmen von Maßnahmen zur beruflichen Rehabilitation.

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