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Grundlagen der Schadensberechnung
Die Schadensberechnung ist ein zentrales Thema im Zivilrecht und beschreibt die Ermittlung des Betrags, den eine Person als Ausgleich für einen erlittenen Schaden verlangen kann. Ziel der Schadensberechnung ist es, den Zustand herzustellen, der ohne das schädigende Ereignis bestehen würde. Dabei wird zwischen verschiedenen Arten von Schäden unterschieden und unterschiedliche Methoden zur Berechnung angewendet.
Arten von Schäden
Vermögensschaden
Ein Vermögensschaden liegt vor, wenn das Vermögen einer Person durch ein bestimmtes Ereignis gemindert wird. Typische Beispiele sind Sachbeschädigungen oder finanzielle Verluste infolge eines Vertragsbruchs. Die Berechnung erfolgt meist durch einen Vergleich des Vermögens vor und nach dem schädigenden Ereignis.
Immaterieller Schaden (Schmerzensgeld)
Neben materiellen Schäden können auch immaterielle Schäden ersetzt werden. Hierzu zählen beispielsweise körperliche oder seelische Beeinträchtigungen wie Schmerzen oder Leiden nach einem Unfall. Die Höhe des Ausgleichs richtet sich nach Art und Dauer der Beeinträchtigung sowie weiteren Umständen des Einzelfalls.
Methoden der Schadensberechnung
Konkret berechneter Schaden
Bei dieser Methode wird exakt festgestellt, welcher Nachteil entstanden ist. Dies geschieht etwa durch Rechnungen, Gutachten oder andere Nachweise über entstandene Kosten wie Reparaturrechnungen oder Heilbehandlungskosten.
Abstrakte Schadensberechnung
In bestimmten Fällen kann die Höhe eines Schadens auch abstrakt berechnet werden – unabhängig davon, ob tatsächlich Kosten angefallen sind. Dies kommt zum Beispiel bei Fahrzeugschäden in Betracht: Hier kann auf Basis üblicher Reparaturkosten abgerechnet werden, selbst wenn keine Reparatur durchgeführt wurde.
Minderwertausgleich und Nutzungsausfallentschädigung
Zusätzlich zu den eigentlichen Wiederherstellungskosten können weitere Positionen berücksichtigt werden: Der sogenannte merkantile Minderwert gleicht aus, dass eine Sache trotz fachgerechter Reparatur an Wert verliert (z.B. bei Autos). Eine Nutzungsausfallentschädigung soll den Verlust ausgleichen, weil eine beschädigte Sache zeitweise nicht genutzt werden konnte.
Sonderfälle in der Schadensberechnung
Anrechnung von Vorteilen (Vorteilsausgleichung)
Manchmal führt ein schädigendes Ereignis dazu, dass dem Geschädigten zugleich Vorteile entstehen – etwa wenn im Zuge einer notwendigen Reparatur alte Teile gegen neue ausgetauscht werden. Solche Vorteile müssen bei der Berechnung berücksichtigt und vom ersatzfähigen Schaden abgezogen werden.
Mitschuld (Mitverschulden)
Hat die geschädigte Person selbst zur Entstehung des Schadens beigetragen – zum Beispiel durch eigenes Fehlverhalten -, so wird dies ebenfalls bei der Berechnung berücksichtigt und kann zu einer Kürzung führen.
Zielsetzung: Naturalrestitution vs Geldersatz
< p >Grundsätzlich soll mit dem Ersatzanspruch erreicht werden , dass die betroffene Person so gestellt wird , als wäre das schädigende Ereignis nicht eingetreten . Dies geschieht entweder durch Wiederherstellung (Naturalrestitution) oder , falls dies nicht möglich bzw . unzumutbar ist , durch Zahlung eines Geldbetrags .
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< h2 > Häufig gestellte Fragen zur Schadensberechnung h2 >
< h 3 > Was versteht man unter einem ersatzfähigen Schaden ? h 3 >
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Ein ersatzfähiger Schaden liegt vor , wenn jemandem unfreiwillig ein Nachteil entsteht , für dessen Ausgleich rechtlich eine Verpflichtung besteht . Nicht jeder Nachteil gilt automatisch als ersatzfähig ; maßgeblich sind bestimmte Voraussetzungen .
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< h 3 > Wie unterscheidet sich materieller von immateriellem Schaden ? h 3 >
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Materielle Schäden betreffen das Vermögen einer Person , also messbare finanzielle Nachteile . Immaterielle Schäden hingegen beziehen sich auf Beeinträchtigungen ohne direkten Geldwert wie Schmerzen oder seelisches Leid .
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< h 3 > Welche Rolle spielen Gutachten bei der Ermittlung eines Schadenswerts ? h 3 >
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Gutachten dienen häufig dazu , Umfang und Höhe eines entstandenen Schadens objektiv festzustellen . Sie bieten eine sachliche Grundlage für die Bewertung insbesondere technischer oder medizinischer Sachverhalte .
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