Legal Wiki

Hochschulrecht

Grundlagen des Hochschulrechts

Das Hochschulrecht umfasst sämtliche rechtlichen Regelungen, die für den Betrieb und die Organisation von Hochschulen maßgeblich sind. Es regelt das Zusammenwirken von Studierenden, Lehrenden, Verwaltung und staatlichen Stellen innerhalb des Hochschulsystems. Das Hochschulrecht ist ein eigenständiger Bereich innerhalb des öffentlichen Rechts und betrifft sowohl staatliche als auch private Hochschulen.

Rechtsquellen und Aufbau des Hochschulrechts

Die rechtlichen Grundlagen für das Hochschulwesen ergeben sich aus verschiedenen Ebenen: Neben bundesweiten Vorgaben existieren insbesondere landesrechtliche Regelungen, da Bildung in Deutschland überwiegend Ländersache ist. Die einzelnen Bundesländer erlassen eigene Gesetze zur Organisation der jeweiligen Hochschuleinrichtungen. Daneben spielen Satzungen der einzelnen Einrichtungen eine wichtige Rolle.

Bundesweite Vorgaben

Bestimmte Grundsätze wie die Wissenschaftsfreiheit oder Gleichbehandlung werden auf nationaler Ebene geregelt. Diese Prinzipien bilden den Rahmen für alle weiteren Vorschriften im Bereich der Hochschule.

Ländergesetzgebung

Jedes Bundesland verfügt über eigene Gesetze zum Betrieb seiner Universitäten, Fachhochschulen oder Kunsthochschulen. Diese bestimmen unter anderem Zulassungsvoraussetzungen, Studienstrukturen sowie Prüfungsordnungen.

Satzungsrecht der Hochschuleinrichtungen

Hochschulen besitzen ein gewisses Maß an Selbstverwaltung und können eigene Satzungen erlassen. In diesen werden beispielsweise interne Abläufe, Gremienstrukturen oder Verfahrensweisen bei Prüfungen festgelegt.

Zentrale Inhalte des Hochschulrechts

Statusfragen: Studierende und Personal an der Hochschule

Das Recht legt fest, wer als Studierender gilt sowie welche Rechte und Pflichten mit diesem Status verbunden sind – etwa Immatrikulation, Exmatrikulation oder Urlaubssemester. Auch die Anstellung von Professorinnen und Professoren sowie anderen Mitarbeitenden wird durch hochschulrechtliche Bestimmungen geregelt.

Studienorganisation und Prüfungswesen

Vorgaben zu Studiengängen, Modulkatalogen sowie zu Art und Ablauf von Prüfungsverfahren sind zentrale Bestandteile dieses Rechtsbereichs. Dazu gehören auch Regelungen zur Anerkennung von Leistungen aus dem In- oder Ausland sowie zum Umgang mit Täuschungshandlungen bei Prüfungen.

Beteiligungsgremien in der Hochschule

Hochschulgremien wie Senat oder Fakultätsrat setzen sich aus verschiedenen Gruppen zusammen (Lehrende, Studierende etc.). Das Recht bestimmt deren Zusammensetzung sowie Aufgabenbereiche – etwa bei Berufungsverfahren neuer Professorinnen bzw. Professoren oder bei Entscheidungen über Studiengänge.

Anwendungsbereiche außerhalb des klassischen Lehrbetriebs

Drittmittelprojekte & Forschungsvorhaben

Auch Forschungsaktivitäten unterliegen bestimmten Regeln: So gibt es Vorschriften zur Einwerbung externer Gelder (Drittmittel), zum Umgang mit Forschungsergebnissen sowie zu ethischen Standards im wissenschaftlichen Arbeiten.

Kollaboration mit externen Partnern

Neben internen Projekten regeln hochschulrechtliche Bestimmungen auch Kooperationen zwischen Universitäten untereinander beziehungsweise mit Unternehmen.

Nutzung universitärer Infrastruktur

Zugang zu Bibliotheken, Laboratorien oder IT-Systemen wird ebenfalls durch entsprechende Vorschriften gesteuert.

Bedeutung für internationale Beziehungen

Zunehmend relevant sind Fragen rund um Austauschprogramme (z.B. Erasmus), Anerkennung internationaler Abschlüsse sowie Aufenthaltsrechte ausländischer Studierender.


Häufig gestellte Fragen zum Thema Hochschulrecht (FAQ)



Das Recht legt grundlegende Strukturen für den Betrieb einer Hochschule fest – dazu zählen Zulassungsverfahren für Studienbewerberinnen bzw. Bewerber ebenso wie interne Entscheidungsprozesse in Gremien bis hin zu Vorgaben beim Ablauf von Prüfungsverfahren.


Die wesentlichen gesetzlichen Grundlagen werden auf Landesebene geschaffen; daneben verfügen einzelne Einrichtungen über eigene Satzungen zur Ausgestaltung ihrer innerbetrieblichen Abläufe.


Studierende erhalten bestimmte Mitwirkungsmöglichkeiten in universitären Gremien; zudem bestehen Ansprüche auf Zugang zu Lehrveranstaltungen sowie geregelte Verfahren bei Leistungsnachweisen und Abschlussprüfungen.

Was regelt das Hochschulrecht?

Das Recht legt grundlegende Strukturen für den Betrieb einer Hochschule fest – dazu zählen Zulassungsverfahren für Studienbewerberinnen bzw. Bewerber ebenso wie interne Entscheidungsprozesse in Gremien bis hin zu Vorgaben beim Ablauf von Prüfungsverfahren.

Wer erlässt die wichtigsten Regelwerke im Bereich des Hochschulrechts?

Die wesentlichen gesetzlichen Grundlagen werden auf Landesebene geschaffen; daneben verfügen einzelne Einrichtungen über eigene Satzungen zur Ausgestaltung ihrer innerbetrieblichen Abläufe.

Welche Rechte haben Studierende nach dem geltenden Recht?

Studierende erhalten bestimmte Mitwirkungsmöglichkeiten in universitären Gremien; zudem bestehen Ansprüche auf Zugang zu Lehrveranstaltungen sowie geregelte Verfahren bei Leistungsnachweisen und Abschlussprüfungen.



„`