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FamFG

Veröffentlicht von MTR Legal Rechtsanwälte, Wirtschaftsrechtliche Kanzlei · Letzte Bearbeitung: 6. Mai 2026

Begriff und rechtliche Einordnung des FamFG

FamFG ist die Abkürzung für das Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit. Für Laien bedeutet das: Das FamFG regelt nicht in erster Linie, welche materiellen Rechte bestehen, sondern wie Gerichte in bestimmten familienrechtlichen und sonstigen nichtstreitigen Verfahren arbeiten, entscheiden und Beteiligte anhören. Es ist damit ein Verfahrensgesetz. [oai_citation:0‡Gesetze im Internet](https://www.gesetze-im-internet.de/famfg/BJNR258700008.html?utm_source=chatgpt.com)

Rechtlich gehört das FamFG vor allem in das gerichtliche Verfahrensrecht. Es bildet den gesetzlichen Rahmen für Verfahren in Familiensachen sowie in zahlreichen Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit, soweit diese den Gerichten durch Bundesgesetz zugewiesen sind. Dadurch steht das FamFG an der Schnittstelle von Familienrecht, Betreuungsrecht, Nachlassrecht, Registersachen und weiteren gerichtlichen Verfahren, die nicht dem klassischen Zivilprozess folgen. [oai_citation:1‡Gesetze im Internet](https://www.gesetze-im-internet.de/famfg/BJNR258700008.html?utm_source=chatgpt.com)

Grundgedanke des FamFG

Der Grundgedanke des FamFG liegt darin, gerichtliche Verfahren in besonders sensiblen oder strukturell anders gelagerten Rechtsbereichen eigenständig zu regeln. Anders als im klassischen Zivilprozess stehen hier häufig nicht nur zwei Parteien mit gegensätzlichen Interessen gegenüber. Vielmehr geht es oft um den Schutz von Kindern, Familien, betreuten Personen, Nachlässen oder um die rechtliche Klärung persönlicher und vermögensrechtlicher Verhältnisse. [oai_citation:2‡BMJV](https://www.bmjv.de/DE/themen/wege_zum_recht/gerichtsverfahren/familiengerichtliches_verfahren/familiengerichtliches_verfahren.html?utm_source=chatgpt.com)

Für Laien lässt sich das so zusammenfassen: Das FamFG soll Verfahren ermöglichen, in denen das Gericht stärker lenkend, aufklärend und schützend tätig wird als in einem gewöhnlichen Streitprozess. Dadurch trägt das Gesetz dem Umstand Rechnung, dass familiäre und persönliche Lebenslagen oft eine besondere Verfahrensgestaltung erfordern. [oai_citation:3‡BMJV](https://www.bmjv.de/DE/themen/wege_zum_recht/gerichtsverfahren/familiengerichtliches_verfahren/familiengerichtliches_verfahren.html?utm_source=chatgpt.com)

Verfahrensrecht statt materielles Recht

Das FamFG regelt vor allem den Ablauf des gerichtlichen Verfahrens, also Zuständigkeiten, Beteiligung, Anhörung, Entscheidung und Rechtsmittel. Es bestimmt dagegen nicht abschließend den Inhalt der zugrunde liegenden materiellen Ansprüche. [oai_citation:4‡Gesetze im Internet](https://www.gesetze-im-internet.de/famfg/BJNR258700008.html?utm_source=chatgpt.com)

Schutz- und Fürsorgefunktion

Viele Verfahren nach dem FamFG sind durch besondere Schutzbedürfnisse geprägt. Das gilt etwa für Kindschaftssachen, Betreuungssachen oder Nachlassverfahren. [oai_citation:5‡BMJV](https://www.bmjv.de/DE/themen/wege_zum_recht/gerichtsverfahren/familiengerichtliches_verfahren/familiengerichtliches_verfahren.html?utm_source=chatgpt.com)

Anwendungsbereich des FamFG

Der gesetzliche Anwendungsbereich ist ausdrücklich geregelt: Das FamFG gilt für das Verfahren in Familiensachen sowie in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit, soweit diese den Gerichten durch Bundesgesetz zugewiesen sind. Damit wird deutlich, dass das Gesetz nicht nur Familiensachen im engeren Sinn erfasst, sondern auch zahlreiche andere gerichtliche Verfahren außerhalb des klassischen Zivilprozesses. [oai_citation:6‡Gesetze im Internet](https://www.gesetze-im-internet.de/famfg/BJNR258700008.html?utm_source=chatgpt.com)

Für Laien bedeutet das: Das FamFG ist weit mehr als ein Scheidungs-Verfahrensgesetz. Es regelt eine große Zahl gerichtlicher Verfahren, die persönliche, familiäre oder statusbezogene Fragen betreffen. [oai_citation:7‡BMJV](https://www.bmjv.de/DE/themen/wege_zum_recht/gerichtsverfahren/familiengerichtliches_verfahren/familiengerichtliches_verfahren.html?utm_source=chatgpt.com)

Familiensachen

Zu den Familiensachen gehören insbesondere Verfahren, die Ehe, Trennung, Scheidung, Unterhalt, Sorge, Umgang, Abstammung, Gewaltschutz oder Versorgungsausgleich betreffen. [oai_citation:8‡BMJV](https://www.bmjv.de/DE/themen/wege_zum_recht/gerichtsverfahren/familiengerichtliches_verfahren/familiengerichtliches_verfahren.html?utm_source=chatgpt.com)

Freiwillige Gerichtsbarkeit

Zur freiwilligen Gerichtsbarkeit zählen unter anderem Nachlasssachen, Betreuungssachen, Unterbringungssachen, Registersachen und weitere gerichtliche Verfahren, bei denen häufig keine klassische streitige Auseinandersetzung zwischen zwei Parteien vorliegt. [oai_citation:9‡Gesetze im Internet](https://www.gesetze-im-internet.de/famfg/BJNR258700008.html?utm_source=chatgpt.com)

Familiensachen im Sinne des FamFG

Das FamFG unterscheidet innerhalb seines Anwendungsbereichs besonders die Familiensachen. Diese betreffen rechtliche Beziehungen, die eng mit Ehe, Familie, Elternschaft oder partnerschaftlicher Verantwortung verbunden sind. Gerade hier ist das Verfahren häufig durch besondere Nähe zu persönlichen Lebensverhältnissen geprägt. [oai_citation:10‡BMJV](https://www.bmjv.de/DE/themen/wege_zum_recht/gerichtsverfahren/familiengerichtliches_verfahren/familiengerichtliches_verfahren.html?utm_source=chatgpt.com)

Für Laien heißt das: Wo es um Kinder, Ehe, Trennung oder familiäre Verantwortung geht, läuft das gerichtliche Verfahren in Deutschland regelmäßig nach den Regeln des FamFG und nicht nach den allgemeinen Regeln des Zivilprozesses. [oai_citation:11‡BMJV](https://www.bmjv.de/DE/themen/wege_zum_recht/gerichtsverfahren/familiengerichtliches_verfahren/familiengerichtliches_verfahren.html?utm_source=chatgpt.com)

Kindschaftssachen

Ein besonders wichtiger Bereich sind Kindschaftssachen. Dazu gehören etwa Verfahren über elterliche Sorge, Umgang oder andere kindbezogene Entscheidungen. Hier steht regelmäßig das Kindeswohl im Mittelpunkt der gerichtlichen Verfahrensgestaltung. [oai_citation:12‡NRW-Justiz](https://www.justiz.nrw.de/Gerichte_Behoerden/ordentliche_gerichte/Familiengericht/Grundsaetze?utm_source=chatgpt.com)

Ehesachen und Folgesachen

Auch Ehesachen, insbesondere Scheidungsverfahren, sowie damit zusammenhängende Fragen werden verfahrensrechtlich durch das FamFG erfasst. [oai_citation:13‡BMJV](https://www.bmjv.de/DE/themen/wege_zum_recht/gerichtsverfahren/familiengerichtliches_verfahren/familiengerichtliches_verfahren.html?utm_source=chatgpt.com)

Freiwillige Gerichtsbarkeit im Sinne des FamFG

Ein zweiter großer Bereich des FamFG betrifft die freiwillige Gerichtsbarkeit. Der Begriff beschreibt gerichtliche Verfahren, die nicht notwendig als klassischer Streit zwischen Kläger und Beklagtem ausgestaltet sind. Häufig geht es um rechtliche Fürsorge, Statusfeststellungen, Genehmigungen, Registereintragungen oder gerichtliche Überwachung bestimmter Rechtsverhältnisse. [oai_citation:14‡Gesetze im Internet](https://www.gesetze-im-internet.de/famfg/BJNR258700008.html?utm_source=chatgpt.com)

Für Laien bedeutet das: Das Gericht entscheidet hier oft ordnend, bestätigend oder schützend und nicht nur darüber, wer einen Anspruch gegen wen hat. [oai_citation:15‡Gesetze im Internet](https://www.gesetze-im-internet.de/famfg/BJNR258700008.html?utm_source=chatgpt.com)

Nachlass- und Betreuungssachen

Besonders bekannt sind Nachlassverfahren und Betreuungsverfahren. Beide gehören typischerweise in den Bereich der freiwilligen Gerichtsbarkeit. [oai_citation:16‡Gesetze im Internet](https://www.gesetze-im-internet.de/famfg/BJNR258700008.html?utm_source=chatgpt.com)

Registersachen

Auch verschiedene Registerverfahren sind dem FamFG unterstellt und folgen damit einem eigenen verfahrensrechtlichen Rahmen. [oai_citation:17‡Gesetze im Internet](https://www.gesetze-im-internet.de/famfg/BJNR258700008.html?utm_source=chatgpt.com)

Abgrenzung zur Zivilprozessordnung

Das FamFG ist von der Zivilprozessordnung zu unterscheiden. Die Zivilprozessordnung regelt den klassischen Zivilprozess zwischen Parteien mit entgegengesetzten Interessen. Das FamFG gilt demgegenüber für Verfahren, die wegen ihrer Schutzrichtung, ihrer persönlichen Tragweite oder ihrer besonderen Struktur anders ausgestaltet werden. [oai_citation:18‡BMJV](https://www.bmjv.de/DE/themen/wege_zum_recht/gerichtsverfahren/familiengerichtliches_verfahren/familiengerichtliches_verfahren.html?utm_source=chatgpt.com)

Für Laien heißt das: Nicht jedes Gerichtsverfahren vor einem Zivilgericht läuft nach denselben Regeln. Bei Familien- und vielen personenstandsnahen Verfahren gelten die besonderen Vorschriften des FamFG. [oai_citation:19‡BMJV](https://www.bmjv.de/DE/themen/wege_zum_recht/gerichtsverfahren/familiengerichtliches_verfahren/familiengerichtliches_verfahren.html?utm_source=chatgpt.com)

Kein typischer Klageprozess

Viele FamFG-Verfahren sind nicht als gewöhnliche Klage zwischen zwei Seiten aufgebaut. Das Gericht hat oft eine aktivere Rolle bei der Sachverhaltsaufklärung. [oai_citation:20‡NRW-Justiz](https://www.justiz.nrw.de/Gerichte_Behoerden/ordentliche_gerichte/Familiengericht/Grundsaetze?utm_source=chatgpt.com)

Besondere Verfahrensziele

Das FamFG dient nicht nur der Streitentscheidung, sondern häufig auch dem Schutz von Beteiligten, der geordneten Rechtsgestaltung und der Wahrung öffentlicher oder familiärer Belange. [oai_citation:21‡BMJV](https://www.bmjv.de/DE/themen/wege_zum_recht/gerichtsverfahren/familiengerichtliches_verfahren/familiengerichtliches_verfahren.html?utm_source=chatgpt.com)

Amtsermittlung als prägendes Verfahrensprinzip

Ein zentrales Merkmal vieler Verfahren nach dem FamFG ist der Grundsatz der Amtsermittlung. Das bedeutet, dass das Gericht den entscheidungserheblichen Sachverhalt nicht nur auf Grundlage dessen feststellt, was Beteiligte vortragen, sondern eigene Ermittlungen anstellen kann und oft auch muss. Das Justizportal Nordrhein-Westfalen beschreibt dies für Familiensachen ausdrücklich. [oai_citation:22‡NRW-Justiz](https://www.justiz.nrw.de/Gerichte_Behoerden/ordentliche_gerichte/Familiengericht/Grundsaetze?utm_source=chatgpt.com)

Für Laien bedeutet das: Das Gericht wartet in vielen FamFG-Verfahren nicht bloß passiv auf Vorträge, sondern klärt den Sachverhalt aktiv mit auf. Das ist besonders wichtig, wenn Kinder, Schutzbedürftige oder statusbezogene Fragen betroffen sind. [oai_citation:23‡NRW-Justiz](https://www.justiz.nrw.de/Gerichte_Behoerden/ordentliche_gerichte/Familiengericht/Grundsaetze?utm_source=chatgpt.com)

Aktive Rolle des Gerichts

Das Gericht trägt im FamFG-Verfahren häufig eine stärkere Verantwortung für die vollständige Aufklärung des Sachverhalts als im klassischen Streitprozess. [oai_citation:24‡NRW-Justiz](https://www.justiz.nrw.de/Gerichte_Behoerden/ordentliche_gerichte/Familiengericht/Grundsaetze?utm_source=chatgpt.com)

Bedeutung für schutzbedürftige Personen

Die Amtsermittlung ist besonders dort wichtig, wo Beteiligte ihre Interessen nicht vollständig selbst wahrnehmen können oder wo öffentliche Schutzbelange bestehen. [oai_citation:25‡NRW-Justiz](https://www.justiz.nrw.de/Gerichte_Behoerden/ordentliche_gerichte/Familiengericht/Grundsaetze?utm_source=chatgpt.com)

Beteiligte im FamFG-Verfahren

Im FamFG ist regelmäßig nicht von Klägern und Beklagten die Rede, sondern von Beteiligten. Das zeigt bereits sprachlich, dass die Verfahren häufig anders aufgebaut sind als ein gewöhnlicher Zivilprozess. Mehrere Personen, Behörden oder sonstige Stellen können in unterschiedlicher Weise verfahrensrechtlich beteiligt sein. [oai_citation:26‡Gesetze im Internet](https://www.gesetze-im-internet.de/famfg/BJNR258700008.html?utm_source=chatgpt.com)

Für Laien heißt das: In einem FamFG-Verfahren können mehrere Personen mitwirken, ohne dass sie sich zwingend in der klassischen Rolle von Kläger und Beklagtem gegenüberstehen. [oai_citation:27‡BMJV](https://www.bmjv.de/DE/themen/wege_zum_recht/gerichtsverfahren/familiengerichtliches_verfahren/familiengerichtliches_verfahren.html?utm_source=chatgpt.com)

Weiter Beteiligtenbegriff

Der verfahrensrechtliche Beteiligtenbegriff ist offener und flexibler als die typische Parteienstellung im Zivilprozess. [oai_citation:28‡Gesetze im Internet](https://www.gesetze-im-internet.de/famfg/BJNR258700008.html?utm_source=chatgpt.com)

Einbindung weiterer Stellen

Je nach Verfahrensart können auch Jugendämter, Verfahrensbeistände, Betreuer oder andere Stellen eine verfahrensrechtliche Rolle spielen. [oai_citation:29‡BMBFSFJ](https://www.bmbfsfj.bund.de/resource/blob/93728/ddf0bb44235e207056818876f794767f/famfgfamiliensachen-arbeitshilfe-data.pdf?utm_source=chatgpt.com)

Rolle des Familiengerichts

Das Familiengericht ist eine spezielle Abteilung bei den Amtsgerichten. Es ist für Entscheidungen in Familiensachen zuständig. Das Bundesjustizministerium weist darauf ausdrücklich hin. Das FamFG bildet für diese Verfahren den zentralen verfahrensrechtlichen Rahmen. [oai_citation:30‡BMJV](https://www.bmjv.de/DE/themen/wege_zum_recht/gerichtsverfahren/familiengerichtliches_verfahren/familiengerichtliches_verfahren.html?utm_source=chatgpt.com)

Für Laien bedeutet das: Wer ein gerichtliches Verfahren in typischen Familiensachen führt, hat es in der Regel mit dem Familiengericht am Amtsgericht zu tun, und dieses arbeitet nach dem FamFG. [oai_citation:31‡BMJV](https://www.bmjv.de/DE/themen/wege_zum_recht/gerichtsverfahren/familiengerichtliches_verfahren/familiengerichtliches_verfahren.html?utm_source=chatgpt.com)

Amtsgericht als Eingangsgericht

Familiensachen werden grundsätzlich vor spezialisierten Abteilungen der Amtsgerichte behandelt. [oai_citation:32‡BMJV](https://www.bmjv.de/DE/themen/wege_zum_recht/gerichtsverfahren/familiengerichtliches_verfahren/familiengerichtliches_verfahren.html?utm_source=chatgpt.com)

Spezialisierte Zuständigkeit

Die sachliche Zuständigkeit des Familiengerichts zeigt, dass das Verfahrensrecht in diesem Bereich besonders spezialisiert ist. [oai_citation:33‡BMJV](https://www.bmjv.de/DE/themen/wege_zum_recht/gerichtsverfahren/familiengerichtliches_verfahren/familiengerichtliches_verfahren.html?utm_source=chatgpt.com)

Verfahrensgestaltung und Anhörung

Das FamFG ist durch eine besondere Sensibilität für persönliche Lebenslagen geprägt. Die Arbeitshilfe des damaligen Bundesfamilienministeriums zum FamFG bei häuslicher Gewalt hebt hervor, dass das Gesetz besondere Anforderungen an die Verfahrensgestaltung aufwerfen kann. Das verdeutlicht, dass das Verfahren nicht nur formal, sondern auch in seiner praktischen Ausgestaltung auf Schutz und angemessene Beteiligung ausgerichtet ist. [oai_citation:34‡BMBFSFJ](https://www.bmbfsfj.bund.de/resource/blob/93728/ddf0bb44235e207056818876f794767f/famfgfamiliensachen-arbeitshilfe-data.pdf?utm_source=chatgpt.com)

Für Laien heißt das: Das FamFG will Verfahren so ausgestalten, dass persönliche Belastungen, familiäre Konflikte und Schutzbedürfnisse angemessen berücksichtigt werden. [oai_citation:35‡BMBFSFJ](https://www.bmbfsfj.bund.de/resource/blob/93728/ddf0bb44235e207056818876f794767f/famfgfamiliensachen-arbeitshilfe-data.pdf?utm_source=chatgpt.com)

Schutzorientierte Verfahrensgestaltung

Das Verfahren ist in vielen Bereichen nicht nur auf schnelle Entscheidung, sondern auch auf sachgerechten Schutz der Beteiligten ausgerichtet. [oai_citation:36‡BMBFSFJ](https://www.bmbfsfj.bund.de/resource/blob/93728/ddf0bb44235e207056818876f794767f/famfgfamiliensachen-arbeitshilfe-data.pdf?utm_source=chatgpt.com)

Bedeutung persönlicher Anhörung

In vielen Verfahrensarten spielt die persönliche Anhörung der betroffenen Personen eine wichtige Rolle, weil ihre Interessen und Lebensverhältnisse unmittelbarer Gegenstand des Verfahrens sind. [oai_citation:37‡BMJV](https://www.bmjv.de/DE/themen/wege_zum_recht/gerichtsverfahren/familiengerichtliches_verfahren/familiengerichtliches_verfahren.html?utm_source=chatgpt.com)

Inkrafttreten und Reformcharakter

Das FamFG ist am 1. September 2009 in Kraft getreten. Darauf weisen sowohl amtliche Materialien als auch die Gesetzesnachweise hin. Es war Teil einer grundlegenden Reform des Verfahrens in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit. [oai_citation:38‡BMBFSFJ](https://www.bmbfsfj.bund.de/resource/blob/93728/ddf0bb44235e207056818876f794767f/famfgfamiliensachen-arbeitshilfe-data.pdf?utm_source=chatgpt.com)

Für Laien bedeutet das: Das FamFG ist das Ergebnis einer großen gesetzlichen Neuordnung. Es sollte ältere Verfahrensstrukturen modernisieren und vereinheitlichen. [oai_citation:39‡BMBFSFJ](https://www.bmbfsfj.bund.de/resource/blob/93728/ddf0bb44235e207056818876f794767f/famfgfamiliensachen-arbeitshilfe-data.pdf?utm_source=chatgpt.com)

Modernisierung des Verfahrensrechts

Das Gesetz steht für eine umfassende Neugestaltung des gerichtlichen Verfahrens in den betroffenen Bereichen. [oai_citation:40‡BMBFSFJ](https://www.bmbfsfj.bund.de/resource/blob/93728/ddf0bb44235e207056818876f794767f/famfgfamiliensachen-arbeitshilfe-data.pdf?utm_source=chatgpt.com)

Eigenständige gesetzliche Systematik

Mit dem FamFG wurde ein eigenes, zusammenhängendes Verfahrensgesetz für Familien- und zahlreiche nichtstreitige Verfahren geschaffen. [oai_citation:41‡Gesetze im Internet](https://www.gesetze-im-internet.de/famfg/BJNR258700008.html?utm_source=chatgpt.com)

FamFG im Verhältnis zu anderen Gesetzen

Das FamFG wirkt nicht isoliert. Es greift immer dann ein, wenn andere Bundesgesetze bestimmte Verfahren den Gerichten zuweisen und das Verfahren nach dem FamFG ausgestaltet ist. Deshalb steht es in enger Verbindung mit dem Bürgerlichen Gesetzbuch, dem Gerichtsverfassungsgesetz, betreuungsrechtlichen Vorschriften, nachlassrechtlichen Regelungen und weiteren Spezialgesetzen. [oai_citation:42‡Gesetze im Internet](https://www.gesetze-im-internet.de/famfg/BJNR258700008.html?utm_source=chatgpt.com)

Für Laien heißt das: Das FamFG ist das Verfahrensgesetz, während andere Gesetze oft den inhaltlichen Rechtsrahmen liefern. Beide Ebenen greifen im gerichtlichen Alltag ineinander. [oai_citation:43‡Gesetze im Internet](https://www.gesetze-im-internet.de/famfg/BJNR258700008.html?utm_source=chatgpt.com)

Verfahrensrechtliche Ergänzungsfunktion

Das FamFG ergänzt materiell-rechtliche Vorschriften um die Regeln für den gerichtlichen Weg ihrer Durchsetzung oder Klärung. [oai_citation:44‡Gesetze im Internet](https://www.gesetze-im-internet.de/famfg/BJNR258700008.html?utm_source=chatgpt.com)

Breite Verweisungssystematik

Sein Anwendungsbereich hängt in vielen Bereichen davon ab, dass Bundesgesetze bestimmte Angelegenheiten den Gerichten zuweisen. [oai_citation:45‡Gesetze im Internet](https://www.gesetze-im-internet.de/famfg/BJNR258700008.html?utm_source=chatgpt.com)

Bedeutung des FamFG im Rechtsalltag

Im Rechtsalltag ist das FamFG eines der zentralen Verfahrensgesetze für besonders lebensnahe gerichtliche Verfahren. Es regelt, wie Gerichte in Familiensachen und in Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit arbeiten, welche Beteiligten einbezogen werden, wie Sachverhalte aufzuklären sind und wie Entscheidungen vorbereitet und getroffen werden. Seine Bedeutung liegt darin, dass es persönliche, familiäre und statusbezogene Verfahren in einen eigenständigen, schutzorientierten verfahrensrechtlichen Rahmen stellt. [oai_citation:46‡Gesetze im Internet](https://www.gesetze-im-internet.de/famfg/BJNR258700008.html?utm_source=chatgpt.com)

Für ein Lexikon lässt sich der Begriff daher wie folgt zusammenfassen: Das FamFG ist das Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit. Es regelt den gerichtlichen Ablauf in Familien- und zahlreichen nichtstreitigen Verfahren und zeichnet sich durch eine besondere Schutz-, Beteiligungs- und Aufklärungsorientierung aus. [oai_citation:47‡Gesetze im Internet](https://www.gesetze-im-internet.de/famfg/BJNR258700008.html?utm_source=chatgpt.com)

Häufig gestellte Fragen zum FamFG

Was bedeutet FamFG?

FamFG ist die Abkürzung für das Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit. [oai_citation:48‡Gesetze im Internet](https://www.gesetze-im-internet.de/famfg/BJNR258700008.html?utm_source=chatgpt.com)

Was regelt das FamFG?

Das FamFG regelt den gerichtlichen Ablauf in Familiensachen und in zahlreichen Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit. [oai_citation:49‡Gesetze im Internet](https://www.gesetze-im-internet.de/famfg/BJNR258700008.html?utm_source=chatgpt.com)

Ist das FamFG dasselbe wie materielles Familienrecht?

Nein. Das FamFG ist ein Verfahrensgesetz. Es regelt vor allem das gerichtliche Verfahren und nicht den gesamten materiellen Inhalt familienrechtlicher Ansprüche. [oai_citation:50‡Gesetze im Internet](https://www.gesetze-im-internet.de/famfg/BJNR258700008.html?utm_source=chatgpt.com)

Für welche Verfahren gilt das FamFG?

Es gilt für Verfahren in Familiensachen sowie in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit, soweit diese durch Bundesgesetz den Gerichten zugewiesen sind. [oai_citation:51‡Gesetze im Internet](https://www.gesetze-im-internet.de/famfg/BJNR258700008.html?utm_source=chatgpt.com)

Welche Rolle spielt das Familiengericht beim FamFG?

Das Familiengericht ist die spezielle Abteilung beim Amtsgericht für Familiensachen, und seine Verfahren richten sich im Grundsatz nach dem FamFG. [oai_citation:52‡BMJV](https://www.bmjv.de/DE/themen/wege_zum_recht/gerichtsverfahren/familiengerichtliches_verfahren/familiengerichtliches_verfahren.html?utm_source=chatgpt.com)

Was bedeutet Amtsermittlung im FamFG?

Amtsermittlung bedeutet, dass das Gericht den Sachverhalt in vielen FamFG-Verfahren eigenständig aufklärt und nicht nur auf den Vortrag der Beteiligten beschränkt ist. [oai_citation:53‡NRW-Justiz](https://www.justiz.nrw.de/Gerichte_Behoerden/ordentliche_gerichte/Familiengericht/Grundsaetze?utm_source=chatgpt.com)

Seit wann gilt das FamFG?

Das FamFG ist am 1. September 2009 in Kraft getreten. [oai_citation:54‡BMBFSFJ](https://www.bmbfsfj.bund.de/resource/blob/93728/ddf0bb44235e207056818876f794767f/famfgfamiliensachen-arbeitshilfe-data.pdf?utm_source=chatgpt.com)

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Letzte Bearbeitung: 6. Mai 2026